Den Unterschied zwischen NPA und OPA verstehen

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Den Unterschied zwischen NPA und OPA verstehen

Dec 04, 2024

Das Atemwegsmanagement ist ein Eckpfeiler der Notfallmedizin, Anästhesie und Intensivpflege. Nasopharyngeale Atemwege (NPA) und oropharyngeale Atemwege (OPA) sind zwei gängige Instrumente zur Sicherung der Atemwege und zur Gewährleistung einer ausreichenden Belüftung und Sauerstoffversorgung. Obwohl beide Geräte in erster Linie der Aufrechterhaltung freier Atemwege dienen, unterscheiden sie sich erheblich in Design, Anwendungsfällen und klinischer Anwendung. In diesem Dokument werden diese Unterschiede im Detail untersucht, um Ärzten dabei zu helfen, das am besten geeignete Werkzeug für eine bestimmte Situation auszuwählen.

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1. Was ist eine NPA?

Ein NPA oder Nasopharyngeal Airway ist ein flexibles, röhrenförmiges Gerät, das durch das Nasenloch in den Nasopharynx eingeführt wird, um die Durchgängigkeit der Atemwege aufrechtzuerhalten. Es wurde entwickelt, um Hindernisse im Oropharynx zu umgehen und einen Kanal für den Luftstrom zu schaffen.

Hauptmerkmale von NPA:

Material: Normalerweise aus weichem, biegsamem Gummi oder Silikon, um Traumata beim Einführen zu reduzieren.

Form und Design: Zylindrisch mit einem aufgeweiteten Ende, um ein vollständiges Einführen zu verhindern, und einer abgeschrägten Spitze für eine einfachere Navigation durch die Nasengänge.

Größen: Erhältlich in verschiedenen Längen und Durchmessern, um den unterschiedlichen Anatomien des Patienten gerecht zu werden, von Kindern bis hin zu Erwachsenen.

Anwendungen:

Geeignet für Patienten mit intaktem Würgereflex oder halb bewusstlosem Zustand.

Wird häufig in der präklinischen Versorgung, Anästhesie und auf Intensivstationen eingesetzt.

Indiziert für Situationen, in denen die orale Atemwegseinführung kontraindiziert ist, wie z. B. Gesichtstrauma, zusammengebissener Kiefer oder eingeschränkte Mundöffnung.

BEVER Medical Nasopharyngeal Airway (NPA) ist ein hochwertiges medizinisches Gerät, das für ein sicheres und komfortables Atemwegsmanagement entwickelt wurde. Dieser aus medizinischem PVC-Material gefertigte NPA wurde speziell für die Bedürfnisse von Notfallmedizinern, Sanitätern und Gesundheitsdienstleistern entwickelt. Sein durchdachtes Design, gepaart mit fortschrittlichen Materialien, gewährleistet sowohl Sicherheit als auch Komfort für Patienten in Intensivpflegesituationen.

2. Was ist ein OPA?

Ein OPA oder Oropharyngeal Airway ist ein starres Gerät, das durch den Mund eingeführt wird, um zu verhindern, dass die Zunge den Oropharynx verstopft. Es wird vor allem bei bewusstlosen Patienten eingesetzt, denen der Würgereflex fehlt.

Hauptmerkmale von OPA:

Material: Hartplastik oder Gummi.

Form und Design: Gebogen, um der Anatomie von Gaumen und Rachen zu folgen, mit einem Flansch, um ein zu starkes Einführen zu verhindern.

Größen: Erhältlich in verschiedenen Längen für pädiatrische und erwachsene Patienten.

Anwendungen:

Wird häufig in Notfallsituationen, Anästhesie und Atemwegsmanagement während der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) eingesetzt.

Angezeigt für bewusstlose Patienten ohne Würgereflex, um eine Verstopfung der Atemwege durch die Zunge oder Weichteile im Mund zu verhindern.

3. Hauptunterschiede zwischen NPA und OPA



4. Vor- und Nachteile

NPA-Vorteile:

Kann bei Patienten mit intaktem Würgereflex angewendet werden.

Wirksam für bewusste oder halbbewusste Personen.

Geringeres Risiko, Erbrechen oder Laryngospasmus auszulösen, im Vergleich zu einer OPA.

NPA-Nachteile:

Es besteht die Gefahr eines Nasentraumas oder einer Blutung beim Einführen.

Bei Basalschädelfrakturen aufgrund möglicher Hirnverletzungen kontraindiziert.

Kann insbesondere bei längerer Anwendung zu Beschwerden oder Reizungen führen.

OPA-Vorteile:

Einfaches und schnelles Einführen mit minimalem Schulungsaufwand.

Hochwirksam bei der Aufrechterhaltung der Durchgängigkeit der Atemwege bei bewusstlosen Patienten.

Verhindert eine zungenbedingte Atemwegsobstruktion während der Wiederbelebung oder Operation.

OPA-Nachteile:

Kann nicht bei wachen Patienten oder solchen mit intaktem Würgereflex angewendet werden.

Bei unsachgemäßer Anwendung besteht die Gefahr von Erbrechen oder Laryngospasmus.

Nicht geeignet für Patienten mit Mundtrauma oder Kieferpressen.

5. Wahl zwischen NPA und OPA

Die Wahl zwischen NPA und OPA hängt vom Zustand des Patienten, dem Bewusstseinsgrad und dem klinischen Szenario ab:

Verwenden Sie NPA, wenn:

Der Patient ist bei Bewusstsein oder halb bei Bewusstsein.

Bei oralem Trauma oder Trismus (Kieferpressen) muss die Durchgängigkeit der Atemwege aufrechterhalten werden.

Der Patient hat einen Würgereflex, der eine OPA-Anwendung kontraindiziert.

Verwenden Sie OPA, wenn:

Der Patient ist bewusstlos und hat keinen Würgereflex.

Die Hauptursache für eine Atemwegsobstruktion ist die Zunge oder der weiche Gaumen.

Bei der Reanimation ist eine einfache, schnelle Lösung gefragt.

6. Fazit

Sowohl NPA als auch OPA sind wesentliche Hilfsmittel im Atemwegsmanagement, jeweils mit spezifischen Indikationen und Kontraindikationen. Für ein effektives Atemwegsmanagement ist es von entscheidender Bedeutung, ihre Unterschiede, geeigneten Anwendungsfälle und Einführungstechniken zu verstehen. Eine ordnungsgemäße Beurteilung des Zustands und der Anatomie des Patienten wird Ärzten bei der Auswahl des am besten geeigneten Geräts helfen und optimale Ergebnisse in Notfällen und Intensivpflegeszenarien gewährleisten.

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