Apr 10, 2026
Der 11. April ist der Welt-Parkinson-Tag, der darauf abzielt, das Bewusstsein für die Parkinson-Krankheit (PD) zu stärken – eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen von Menschen betrifft.
Obwohl Parkinson vor allem für motorische Symptome wie Zittern, Muskelsteifheit und verlangsamte Bewegungen bekannt ist, wirkt sich die Erkrankung auch erheblich auf das autonome Nervensystem aus. Dadurch können Störungen der Blasen- und Darmfunktion entstehen, die die Lebensqualität der Betroffenen deutlich beeinträchtigen.

Die Parkinson-Krankheit entsteht durch den Verlust dopaminproduzierender Nervenzellen im Gehirn. Dopamin ist nicht nur für die Bewegungssteuerung wichtig, sondern spielt auch eine zentrale Rolle bei der Signalübertragung zwischen Gehirn und den Organen, die Blase und Darm steuern.
Durch die Störung dieser neuronalen Signalwege kann es zu folgenden Beschwerden kommen:
Zusätzlich tragen neurodegenerative Prozesse wie Lewy-Körperchen-Ablagerungen und eine autonome Dysfunktion dazu bei, dass diese Symptome bereits in frühen Krankheitsstadien auftreten können.
Studien zeigen, dass nicht-motorische Symptome sehr häufig sind:
Auch Darmbeschwerden sind weit verbreitet:
Diese Daten verdeutlichen, dass autonome Dysfunktionen ein zentraler Bestandteil der Parkinson-Erkrankung sind.
Die Behandlung erfolgt meist stufenweise, abhängig vom Schweregrad der Symptome.
Wenn eine ausreichende Blasenentleerung nicht mehr möglich ist oder konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann eine Katheterisierung notwendig sein:
Eine korrekte Anwendung sowie strenge Hygienemaßnahmen sind entscheidend zur Vermeidung von Infektionen.
Harn- und Darmfunktionsstörungen gehören zu den häufigsten, aber oft unterschätzten nicht-motorischen Symptomen der Parkinson-Krankheit. Sie sind jedoch behandelbar und müssen die Lebensqualität nicht dauerhaft einschränken.
Durch eine Kombination aus Verhaltenstherapie, medikamentöser Behandlung und ggf. Katheterversorgung kann die Selbstständigkeit und Lebensqualität vieler Patienten deutlich verbessert werden.
Für Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und medizinische Distributoren spielen geeignete Produkte zur Kontinenzversorgung eine wichtige Rolle.

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Am Welt-Parkinson-Tag ist es wichtig, nicht nur das Bewusstsein für motorische Symptome zu stärken, sondern auch die oft übersehenen nicht-motorischen Beschwerden zu berücksichtigen.
Mit fortschrittlichen Behandlungsmöglichkeiten, besserer Aufklärung und geeigneten medizinischen Hilfsmitteln können Menschen mit Parkinson ein höheres Maß an Selbstständigkeit und Lebensqualität erreichen.